Systemische Arbeit

Allgemeine Zielsetzung

In der Medizin führt kein Weg an systemischer Arbeit vorbei, da der Name eines Problems oder einer Störung letztlich nicht viel aussagt, außer das Benennen der Überschrift. Ein Verständnis für eine Störung erhält man erst dann, wenn die Geschichte des Menschen bekannt ist und die Wirkungen aus der Vergangenheit sichtbar und spürbar werden, die in der Gegenwart auf den entsprechenden Ebenen zum Ausdruck kommen. Im Zentrum der Systemischen Arbeit steht aus diesen Gründen die Abbildung des Menschen im Kontext seiner Problematik. Systemische Arbeit erfordert vernetztes Denken, denn nur so werden die Zusammenhänge zwischen Ereignissen, Erlebnissen, Ein- und Auswirkungen im Menschen sichtbar und schaffen die Grundlage für präzise und individuelle Regeln zum Handeln.

Theoretische Grundlagen

Alle Systeme beruhen auf einem inneren Aufbau und der Fähigkeit, sich zu repräsentieren. Dabei spielt es keine Rolle, ob sie noch existieren oder schon nicht mehr sichtbar sind, denn in einer kohärenten Welt geht nichts verloren. Der Mensch kennt die Welt, die er sehen kann, weil sie in ihm abgebildet ist, und die Welt, die er erinnert, weil er Teil dieser Welt ist. Bei Systemischer Arbeit geht es im Wesentlichen um den abgespeicherten, aber nicht mehr erinnerten Teil, der über einen Umweg wieder wahrnehmbar wird. Dazu wird das morphische Feld als Quelle genutzt. Hierbei handelt es sich um kein klassisches physikalisches Feld, sondern um ein Informationsfeld. Über dieses Feld kann jede beliebige Information abgerufen werden, sobald ein Kanal dorthin hergestellt wird. Dieser Zugang wird in der Regel durch „Systemstellen“ hergestellt. Dort empfängt derjenige, der sich in ein vorher definiertes Feld stellt, all jene Informationen, die das Feld diesbezüglich gespeichert hat.

Praktische Anwendung

Einer der ersten praktischen Umsetzung dieses Verfahren stammt von Bert Hellinger, dem Erfinder des Familienstellens. Er nutzt das System, um innerhalb von Familien Dinge und Zusammenhänge aufzuzeigen und sichtbar zu machen, die dabei helfen, aus der Vergangenheit stammende Probleme in der Gegenwart zu lösen. Nach diesem Verfahren lassen sich auch Ziele und Wünsche „aufstellen“, so auch der Kinderwunsch.

Als Repräsentanten werden folgende DIN A4 Zettel geschrieben und auf den Boden gelegt.

Ich als Mutter

Ich als Vater

Unser gemeinsames Kind

Das Paar stellt sich auf ihre entsprechenden „Zettel“ und empfängt die dazugehörigen Informationen, die dann erlebt und erfahren werden. Der Therapeut stellt sich anschließend ebenfalls in diese Felder, um einen eigenen Eindruck zu erhalten, und befragt die Wahrnehmungen.

Danach stellt sich jeder auf das Feld des Kindes und erfährt, wie es unter den jetzt bestehenden Bedingungen verfasst ist und wie es sich fühlt.

Durch diese Arbeit werden Blockaden und Belastungen sichtbar und fühlbar, die dann weiter im intelligenten Dialog geklärt und gelöst werden. Dabei spielen heilende Lösungssätze eine wichtige Rolle, da sie über das gesprochene Wort in der Lage sind, gebundene Energien wieder freizusetzen.

Verbundene Systeme suchen stets nach Ausgleich!
Ist dieser vollzogen, bricht die darauf beruhende Problematik in sich zusammen.

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