Intrauterine Insemination

Externe Besamung

Die intrauterine Insemination (IUI) wird in verschiedenen Situationen angewendet. Es können Paare für diese Methode in Betracht kommen, wenn zum Beispiel eine verminderte Samenqualität vorliegt, bei Zervixschleiminsuffizienz (zu wenig oder zu wenig elastischer Gebärmutterhalsschleim), aber auch bei Antikörpern gegen Spermien. Es ist auch eine Methode für Paare, die sich schon sehr lange ein Kind wünschen und bislang keine Erklärung für die ungewollte Kinderlosigkeit gefunden werden konnte.

Bei der intrauterinen Insemination (IUI) werden gewonnene und aufbereitete Samenzellen direkt in die Gebärmutterhöhle eingebracht (intrauterin), um die Befruchtung zu erleichtern. Das gewonnene Sperma des Mannes wird im Labor aufbereitet, um die Samenzellen von der Flüssigkeit zu trennen. In einem weiteren Schritt werden die Samenzellen dann hoch konzentriert.

Die Insemination kann mit oder ohne Eisprung-auslösende Medikamente durchgeführt werden. In den meisten Fällen wird die IUI mit einer milden Stimulation der Eizellreifung der Frau kombiniert, um die Wahrscheinlichkeit einer Schwangerschaft zu erhöhen. Das Heranwachsen der Eibläschen wird meist mit Ultraschalluntersuchungen kontrolliert.

Häufig wird bei dieser Methode der Eisprung mit einer hCG-Injektion (humanes Choriongonadotropin) stimuliert. Da die Eizelle nur eine begrenzte Lebensdauer hat, ist es für den Erfolg dieser Behandlung von entscheidender Bedeutung, dass die Insemination zum fruchtbarsten Zeitpunkt stattfindet. Der Eisprung erfolgt ungefähr 36 bis 44 Stunden nach der hCG-Injektion. Zu diesem Zeitpunkt werden die aufbereiteten Samenzellen in die Gebärmutter mittels spezieller Spritze eingebracht. Der Arzt schiebt hierzu mit Hilfe eines Spekulums einen dünnen flexiblen Schlauch in die Gebärmutter und bringt anschließend langsam die Samenzellen in die Gebärmutter ein.

Die Wahrscheinlichkeit eines Erfolgs hängt von mehreren Faktoren ab, unter anderem vom Lebensalter der Frau und der Ursache des Fruchtbarkeitsproblems. Eine Schwangerschaft kann innerhalb des ersten Behandlungszyklus eintreten, in manchen Fällen sind aber auch mehrere Behandlungszyklen benötigt. Wenn sich die Behandlung als nicht erfolgreich erweist, kann Ihr Arzt entscheiden, IUI mit anderen Medikamenten zu kombinieren oder auf andere Behandlungsmethoden überzugehen.

Impressum | Kontakt | Datenschutz | AGB